Affektkontrolltraining

A.K.T®

Lehrer stärken, Stärke lehren

In dem Impulsseminar werden Lösungsmöglichkeiten für intrapsychische und interpersonelle Konfliktdynamiken vorgestellt, die destruktive Prozesse bzw. Folgen vermeiden helfen können. Elemente des Affektkontrolltrainings (A.K.T®), meditative und leibzentrierte Übungen und das Training konsequent ressourcenorientierter Kommunikation schaffen neue Handlungsoptionen mit dem Ziel, scheinbar ausweglose Situationen zu meistern und Kraft zu schöpfen im beruflichen / privaten Alltagskampf.

Die Kurse bieten Raum für die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung, dem Berufsverständnis und den damit verbundenen Rollenkonflikten. Über das Erlernen von bloßen methodischen Handwerk hinaus zielt das Training auf Wiederentdecken von Visionen, die im Arbeitsalltag, durch vielfältige Realitäten verdunkelt, scheinbar keinen Platz mehr haben.

Damit die verschiedenen Kräfte, die an LehrerInnen „herumzerren“ (Eltern, Pisa, Angst, Politik, Medien, Schülerschaft, Kollegium, eigener Lebensentwurf etc.) nicht zerreissen bzw. zu Boden zwingen, ist kraftvolle Sanftmut, Ausdauer und Zuversicht nötig. Der pädagogische Auftrag ist ohne sie nicht zu erfüllen, die Folgen sind Dysbalance, Lustlosigkeit und schließlich Resignation, Beschränken auf das „Kerngeschäft“ und im schlimmsten Fall Krankheit und Ausbrennen.

LehrerInnen sind, ob sie wollen oder nicht, nicht nur Wissensvermittler, sondern in Handlung und Haltung auch Vorbilder und dies auf allen Kommunikationsebenen. Sie geben nicht nur Unterricht, sondern geben immer auch ihre Gestimmheiten, Überzeugungen und Weltbilder verbal bzw. nonverbal an die Schülerschaft weiter. Unter diesem Blickwinkel betrachtet werden Begrifflichkeiten wie „Kinder stärken, Zivilcourage, weiche Konfliktlösung“ immer auch die Frage nach den Lehrerstärken, dem Lehrermut, der Lehrer-Konflikt-Lösungs-Kompetenz, der Lehrersinnlichkeit aufwerfen.

Im Impulsseminar soll ein kleiner Einblick in den Ansatz neugierig machen und Anstöße geben, ohne noch ein neues „Tool“ anbieten zu wollen oder sogar Patentlösungen zu versprechen. Die Teilnehmenden werden Kommunikationsstrukturen bzw. -dynamiken erforschen und Bewegungsanalogien nutzen, Begriffe wie Selbst-Behauptung, Selbst-Verteidigung und Selbst-Bewusstsein werden im Tun und Reflektieren neugierig erlebt und untersucht.

Ziel ist es, aus dem „hauseigenen“ Potential schöpfend, ein schulinternes Konzept zu erstellen, welches sowohl für die Schüler- wie auch die Kollegenschaft Möglichkeiten entwickelt, Kommunikation lustvoll emanzipatorisch zu gestalten und zu pflegen statt sich „festgefahren“, „mit dem Rücken an der Wand“ bis zur Erschöpfung zu wehren. Da es sich um Arbeit mit „Leib und Seele“ handelt, werden neben Theorievermittlung auch leichte Körperübungen ein Teil des Seminars sein.